Home
Welcome
Der Drache
Umgangsregeln
Hineingeschaut
Drachen
Lesestoff
Lyrik/Gedichte
Drachenreiter
Bilder
Mo
Für Freunde
Luis Royo
Drachensachen
Impressum
Haftung

 

Brahma Kumaris

Daniela Schmidt

Wölfe

Ein Sehnen durchfließt manche Nacht mein Blut

Ein Sehnen voll Haß, voller Angst, voll Wut

Ein Sehnen so stark, so fremd in mir

Ein Sehnen, das mich oft machte zum Tier

 

Ich kann’s nicht verleugnen, nicht lösen den Bann

Ich weiß nicht, ob etwas mich retten kann

Ich träume so oft von stillem Glück

Ich wünschte das Sehnen käm’ nie mehr zurück

Doch immer wenn nachts der Mond aufgeht

Doch immer wenn eisig der Winterwind weht

Doch immer wenn Einsamkeit fällt in mein Sein

Doch immer dann setzt das Sehnen ein

 

Es zieht an mir wie stählernes Band

Es hat meinen Willen fest in der Hand

Es ist zu stark, um zu widerstehen

Es ist wie die Sucht, die Sonne zu seh’n

Dann streckt sich mein Körper in heller Pein

Dann ändert die Form unter Schmerz mein Gebein

Dann senkt über meinen Geist sich die Gier

Dann werd’ durch das Sehnen ich selbst zum Tier

 

Jage durch Wälder in dunkelster Nacht

Jage das Leben mit rasender Macht

Jage allein in des Mondes Licht

Jage bis Dämmerung den Bann zerbricht

Ich weiß nicht was in der Nacht ich getan

Ich weiß nichts mehr von diesem Wahn

Ich will mich besinnen doch nichts wird mir klar

Ich kann nur erkennen, daß ein Wolf ich war

 

Der Wolf, der jede Nacht in mir erwacht

Der Wolf, der alles zur Beute sich macht

Der Wolf, der in jedem von uns sei

Doch lassen wir nur des Nachts ihn frei

 

 
 

Traumreise

 

Im sanften stillen Schatten der Nacht

Beginnt die Stunde wo das Leben erwacht

Erlauben wir uns zu hoffen

dem Traum steh’n alle Wege offen

 

Sehnsucht greift mit mutiger Hand

Nach dem was wir aus Gedanken verbannt

Geheimes Sehnen, starkes Verlangen

Einsame Tränen, endloses Bangen

Die Nacht sie birgt das Geheimnis in sich

Unsere Wünsche die schweigen am Tag, im Licht

Der Traum ist das Leben wie wir es lieben

Das wirkliche Leben kann ihn nie besiegen

 

Denn Träume sie streben, sie wollen nicht ruh’n

Träume sie leben, egal was wir tun

Sie werden nicht schweigen, Vergessen ist fremd

Einsam der, der seine Träume nicht kennt

Doch Träume zerbrechen, die Kinder der Nacht

Sie werden zu Scherben wenn ans Licht sie gebracht

Kein Traum der je das Tageslicht sah

Wurde für seinen Träumer wahr

 

D’rum laß ihn leben, laß ihn ruh’n im Dunkeln

Sieh ihn im Glanz der Sterne funkeln

Freu’ dich an ihm, solange er lebt

Bis Deine Zeit zu Ende geht

 

Denn der Traum wird niemals schwinden

Wird einen neuen Träumer finden

 

 

Weit von Dir

Weit von Dir

Sitz’ ich alleine, ach in meiner Nacht

Kein Laut, kein Klang, nur Einsamkeit

Liebster, hast mich um den Schlaf gebracht

Nun bist Du mir unendlich weit

Hin zu Dir

Und immrer weiter zieh’n Gedanken

Können nicht mehr von Dir weichen

Sie kennen darin keine Schranken

Ob sie auch den Deinen gleichen?

Nur mit Dir

Will ich die weite Welt erleben

Ach, will mich träumen unbeschwert

Und meinen Wünschen Wahrheit geben

Erspüren, was mir ist verwehrt

Weit von Dir

An einem fernen fremden Ort

Bin ich Dir doch unendlich nah

Erinn’re mich an Deine Worte

Als ich zuletzt dort bei Dir war

Nur bei Dir

War ich stets, was zu sein ich dachte

So frei und glücklich, Dir vereint

Es war als ob ich grad’ erwachte

Und alles and’re Traum nur scheint

Deine Wirklichkeit erleben

Und Deines Zaubers schönen Schein

Was kann Schöneres es geben

als in Gedanken bei Dir sein

 

Oben

     Zurück zu Lyrik/Gedichte                      

Weiter zu C.Morgenstern